«Hey, how do you pronounce your band name? Shelbt... selstb... shelbstbe, ah fuck it, i'm just gonna call you smashed potatoes!» - R. Flumpypunk

Zufälle gibt es nicht, und wenn, dann sind sie geplant. So erging es auch Simon und Nuno, als sie im Jahr 2007 auf der Suche nach einem Gitarristen für ihre frisch gegründete Punkrock Band waren. Seit Jahren nicht mehr gesehen und an einem Punkkonzert wiedergefunden, passierte es, dass Luca diesen Posten in der Band einnehmen durfte. Die Reise von Selbstbedienung konnte starten.

Angetrieben durch ihren Tatendrang und der jugendlichen Unzufriedenheit gegenüber dem System erschien 2010 bereits die erste EP mit 6 Liedern. Brachialer, ehrlicher Deutschpunk, der vor allem die Schattenseiten unserer Gesellschaft belichtete. Als ihr Lieblings-Fussballclub St. Pauli im selben Jahr sein 100-jähriges Bestehen feierte, konnte die Band auch einen ihrer Songs zur Jubiläums-CD „St. Pauli Einhundert“ beizusteuern.

Wer Grosses erreichen will, darf nicht still stehen, muss Mut zu Neuem aufweisen. So fanden sich auf dem 2012 erschienenem ersten Album auch gänzlich andere Stilrichtungen mit denen man gerne experimentierte und dennoch den eigenen Stil einfliessen liess. Um sich selbst nicht abzuhängen und um die eigene Kreativität zu fördern, beschlossen sie, alle zwei Jahre wieder eine Scheibe zu produzieren.

Selbstbedienung_Punk_Band_Aarau.jpg

Nach zehn Jahren Bandgeschichte, drei veröffentlichten Alben, diversen Festivalauftritten und Tourneen sind die bunten Haare und die zerrissenen Hosen einem neutralerem Bild gewichen. Der Punk im Herzen schlägt jedoch rhythmisch weiter. Dementsprechend hat sich auch die Musik gewandelt. Musste vor zehn Jahren jeder Song noch laut, schnell und maximal drei Akkorde aufweisen, so legt man heute doch mehr Wert auf Melodie und Rhythmus und scheut sich auch nicht vor langsameren, klangvolleren Liedern. Und dennoch kreiert Selbstbedienung immer noch energiegeladenen Punkrock und trägt ihn auch mit Freude auf die Bühne. Der Kontakt zum Publikum ist ein Muss, Unterhaltung garantiert.

Zum zehnjährigen Jubiläum verabschiedete sich Nuno in guter Freundschaft von der Band. Fortan sollte Simon Graf für ihn die Trommelbude übernehmen und mit seinen neuen, kreativen Ideen frischen Wind aufkommen lassen. Der Anker ist gelichtet; die Segel sind gesetzt! Wohin die Reise für Selbstbedienung noch gehen wird?